zum ARDF Funksportreferat des DARC e.V.
zum Emscher-Ruhr-Turngau e.V.
zum Westfälischen Turnerbund e.V.
1. IPA Foxoring

Amateur Radio Direction Finding (ARDF)
oder
Amateurfunkpeilen

zum ARDF Funksport-Referat im DARC

Diese in Deutschland relativ unbekannte Sportart bildet in einzigartiger Weise eine Verbindung zwischen Technik und (Leistungs-)Sport. Durch die Einteilung in unterschiedliche Leistungsklassen kann man diesen Sport wirklich in jedem Alter ausüben und benötig dafür auch keine Amateurfunkgenehmigung. Das macht diese außergewöhnliche Sportart offen für jeden.

Da es wirklich sehr viele Webseiten gibt, auf denen diese Sportart ausführlich beschrieben wird, sei hier nur das Wichtigste erklärt:

Amateurfunkpeilen ist dem Orientierungslauf (OL) sehr ähnlich, allerdings mit einem sehr entscheidenden Unterscheid. Beim OL bekommt man eine Geländekarte, auf der verschiedene Posten eingezeichnet sind, die man in möglichst kurzer Zeit in der vorgegebenen Reihenfolge anlaufen muß. Dabei orientiert man sich mit Karte und Kompass um die vorgegebenen Ziele zu finden. Dagegen weiß man beim Amateurfunkpeilen vorher nicht, wo sich diese Posten befinden. Und hier kommt die Technik ins Spiel. An jedem Posten wird ein Peilsender installiert. Diese Peilsender gilt es mit Hilfe eines Peilempfängers zu lokalisieren und zu finden. Dabei kommt es nicht nur auf Schnelligkeit an, sondern auch auf gutes Peilen und auf eine gute Taktik. Auch bei ARDF-Wettbewerben ist ein Kompass unerlässlich und man bekommt auch eine Karte, auf der man seine Peilergebnisse eintragen kann. An jedem Posten befindet sich eine Lochzange oder neuerdings immer häufiger eine elektronische Erfassung mit einem Chip, den der Läufer mit sich führt.

Peilwettbewerbe werden in bewaldetem Gebiet durchgeführt. Bei einem Wettbewerb gibt es 5 Peilsender, die es innerhalb von 120 Minuten zu finden gilt. Dabei ist je nach Alter und Klasse eine Strecke zwischen 6 und 12km zurückzulegen. Jeder dieser 5 Sender liegt auf der gleichen Frequenz und sendet nur eine Minute lang. Danach pausiert er 4 Minuten. Alle 5 Peilsender - auch “Füchse” genannt - senden jeweils um eine Minute versetzt nacheinander und nach 5 Minuten beginnt wieder der erste Fuchs. Zusätzlich hat jeder Sender eine eigene Morsekennung. Aber keine Angst, dazu muß man nicht extra das Morsen lernen, denn am Ende wird ein E (1x kurz), ein I (2x kurz), ein S (3x kurz), ein H (4x kurz) oder eine 5 (na was wohl? 5x kurz!) gesendet. So weiß man auch unabhängig von der Uhrzeit, welcher Fuchs gerade gesendet hat

 

 

80m Peilempfänger PRX80 von Dieter, DF7XU

 

 

 

Es gibt 3 Arten von ARDF-Veranstaltungen:
Beim 80m-Wettbewerb sendet der Fuchs auf Kurzwelle. Hierbei ist das Peilen relativ einfach und es kommt mehr auf die Laufleistung an.
Beim 2m-Wettbewerb sendet der Fuchs auf Ultrakurzwelle. Die UKW-Wellen haben aber die Eigenschaft, dass sie im Gelände reflektiert werden können und man dadurch schnell auf die falsche Fährte gelockt werden kann. Hierbei kann man durch geschicktes Peilen gegenüber dem schnellen Läufer einiges gutmachen.
Aus einem Trainingslauf hat sich eine dritte Wettbewerbsart entwickelt, das "Foxoring". Hierbei werden auf 80m ganz viele kleine Peilsender versteckt, deren Position ganz grob auf der Karte markiert ist. Man muß also nur ganz in der Nähe des Senders den Peilempfänger benutzen

 

 

2m Peilantenne von
Joe, WB2HOL

 

Das besondere am Amateurfunkpeilen ist aber, dass wirklich jeder mitmachen kann, unabhängig von Alter und Sportlichkeit. Es kommt darauf an, dabei zu sein und Spaß zu haben und jedem bleibt es selbst überlassen, ob er eine Fuchsjagd mit einem gemütlichen Sonntagsspaziergang mit seiner Familie verbindet oder versucht das Beste herauszuholen und an Ranglistenläufen, Deutschen- oder sogar Weltmeisterschaften teilnimmt

 

Holte bei der WM 2000 in China in seiner Klasse die Goldmedaille:
 Josef Tuttmann, DL8YBL

 

 

 

KEINE ANGST VOR DER TECHNIK!

Bei jeder Peilveranstaltung können Peilemfänger ausgeliehen werden und man kann sich erklären lassen, wie das mit dem Peilen funktioniert. So kann man erstmal ausprobieren, ob einem diese Sportart Spaß macht. Aber Vorsicht! Ist man mal mit dem ARDF-Virus infiziert, kommt man nur schwer wieder davon los!

Hat man Gefallen am Amateurfunkpeilen gefunden, kommt bald der Wunsch nach einem eigenen Peilempfänger auf. Diese werden normal nicht von der Stange gekauft, sondern fast immer selbst gebaut. Hierbei findet man Unterstützung in den Ortsverbänden des Deutschen Amateur-Radio-Clubs. Dort hilft man gerne beim Bau eines Peilempfängers und wer es sich nicht selber zutraut, findet meist auch jemanden, der den Empfänger für ihn aufbaut.

Die Amateurfunk-Peilsportgruppe Wattenscheid - ist der richtige Ansprechpartner für alle die, Interesse an dieser Sportart haben und mehr darüber wissen wollen.

Im Raum Haltern sowie in Dortmund finden sehr regelmäßig Peilwettbewerbe statt, bei denen neue Interessenten immer gerne gesehen sind. Mitmachen lohnt sich!

 

Weitere Informationen gibt es direkt beim

ARDF-Funksportreferat des DARC